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Wissen

Was bedeutet eigentlich „kaltgepresst"?

Der Begriff steht auf fast jedem hochwertigen Öl – aber was steckt wirklich dahinter? Und warum macht er den Unterschied zwischen einem echten Naturprodukt und einem industriell verarbeiteten Öl?

22. Juni 2026 · Aliana Kernkraft

Ein Begriff, viele Missverständnisse

„Kaltgepresst" klingt simpel. Aber in der Praxis wird der Begriff nicht immer einheitlich verwendet – und im Supermarkt steht er manchmal auf Flaschen, bei denen man zweimal hinschauen sollte. Daher hier eine ehrliche Erklärung, was hinter dem Begriff steckt.

Was beim Pressen passiert

Beim Kaltpressen werden Saaten – bei uns Leinsaat, Leindottersaat oder Schwarzkümmelsaat – mechanisch unter Druck gesetzt. Das Öl tritt aus dem Saatgut aus, ohne dass Lösungsmittel oder externe Wärmequellen zum Einsatz kommen.

Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Bei der industriellen Ölherstellung wird oft mit Hexan extrahiert (einem chemischen Lösungsmittel) und das Öl danach auf über 200 °C erhitzt, um Geruch, Farbe und Geschmack zu neutralisieren – das Ergebnis nennt sich raffiniertes Öl. Es sieht gleichmäßig aus, riecht nach nichts und ist monatelang haltbar. Aber es hat mit dem ursprünglichen Samen kaum noch etwas gemein.

Die Temperatur ist entscheidend

Beim mechanischen Pressen entsteht durch Reibung automatisch Wärme. Das lässt sich physikalisch nicht ganz vermeiden. Der Unterschied liegt im wie viel:

Ich kontrolliere die Temperatur während des gesamten Pressvorgangs und presse langsam. Das dauert länger, aber das Öl bleibt, was es sein soll: ein Naturprodukt.

Was „kaltgepresst" laut EU-Recht bedeutet

Deshalb lohnt es sich, beim Kauf genauer hinzuschauen: Wie hoch ist die tatsächliche Presstemperatur? Produziert der Hersteller bedarfsorientiert oder auf Vorrat? Wie alt ist das Öl, wenn es bei dir ankommt?

Warum ich das so mache

Ich presse unter 40 °C, bedarfsorientiert, ohne Filterung und direkt in UV-geschützte Braunglasflaschen. Nicht weil es die einfachste Methode ist – sondern weil es die ehrlichste ist. Das Öl, das du bekommst, soll so nah wie möglich an dem sein, was in der Saat steckt.

Kein Geheimnis, kein Marketing. Nur Druck, Zeit und eine sorgfältige Temperaturkontrolle.

Fazit

Kaltgepresst bedeutet nicht dasselbe überall. Wer genau hinschaut – Presstemperatur, Frische, Abfüllung – erkennt den Unterschied. Bei Aliana Kernkraft presse ich unter 40 °C, bedarfsorientiert und direkt in Braunglasflaschen. Was du bekommst, ist das, was in der Saat steckt.

Wenn dich interessiert, welches Öl am besten zu dir passt, schau gerne beim Öl-Finder vorbei – oder direkt bei den Produkten. Passende Rezepte mit kaltgepressten Ölen findest du außerdem in der Rezeptsammlung.

– Tobi

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